Werkstatt WT2 im Hanghaus 2

Blick von WT 1 auf den Befund der Steinsäge in WT 2.
V.l.n.r.: Die zwei 2,80 Meter langen Sägestücke, eine Spoliensetzung als Wellbalkenauflager, das Gerinne und zwei Löcher in der Wand, welche als Widerlager der Wellbalken dienen.
Auch hier befindet sich – an der Wand zu WT 1 – eine Schleifbahn. Wichtigster Befund sind allerdings die Reste einer wassergetriebenen byzantinischen Steinsäge. Von dieser sind die zwei Sägestücke mit je zwei Schnitten, das Gerinne des Wasserrades und die Widerlager für die Auflage der Wasserradwelle erhalten. Bei dieser Maschine handelt es sich um eine modern anmutende Konstruktion, welche ihre Vorläufer in Maschinen hat, die spätestens in der 2. Hälfte des 3. Jhs. n. Chr. auftauchen. Die über 3 Meter langen Sägeblätter bestanden aus ungezahnten Eisenbändern. Für den Sägevorgang wurden ein Abrasiv in Form von Quarzsand sowie Spülwasser benötigt. Während das Spülwasser automatisch zugeführt wurde, musste der Sand von Hand zugegeben werden. Es konnten vier Platten gleichzeitig gesägt werden. Somit und durch die höhere Schnittleistung war die Steinsägemaschine bis zu zwölfmal effektiver als das Sägen von Hand.
Foto: Fritz Mangartz